Netflix: 9 Tipps, mit denen du mehr aus deinem Abo herausholst

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Der Video-Streaming-Dienst Netflix ist seit Mitte September in Deutschland, Österreich und der Schweiz verfügbar. Während das technische Grundgerüst solide daherkommt, kann das Film- und Serien-Angebot im Vergleich mit der weitaus reichhaltigeren US-Variante getrost bekrittelt werden. Mit den folgenden Tipps lässt sich aber nicht nur das Content-Problem lösen, sondern generell mehr aus einem Netflix-Abo herausholen.

Allgemeine Fragen zum Netflix-Start habe ich übrigens in diesem Artikel geklärt.

1. Uneingeschränkten Zugriff auf alle US-Inhalte via VPN-Verbindung

Mit einem aktiven Netflix-Abo kannst du den Dienst weltweit mit den jeweils dort zur Verfügung stehenden Inhalten nutzen. Hast du also ein in Österreich abgeschlossenes Abo, lässt sich damit bei einem Aufenthalt in den USA das komplette US-Angebot durchforsten. Doch auch ohne eine physische Anwesenheit lässt sich US-Netflix bei uns nutzen – und zwar über ein “Virtuelles Privates Netzwerk” oder kurz VPN. Grob gesagt gaukelt eine VPN-Verbindung einem Dienst wie Netflix vor, dass sich der jeweilige Computer in einem anderem Land befindet, als es tatsächlich der Fall ist.

Empfehlenswerte Anbieter für stabile VPN-Verbindungen gibt es einige. ZenMate hat sich zwar vor allem dem Security-Aspekt von VPNs verschrieben, ist aber auch für den Zugriff auf US-Netflix nutzbar. So lassen sich über ein simples Browser-Plugin ganz einfach die USA als Standort auswählen. Da es bei einer aktivierten VPN-Verbindung aber zu Geschwindigkeitseinbußen kommen kann, gibt es einen einfachen Trick: Aktiviere den US-VPN per ZenMate Browser-Plugin, öffne www.netflix.com und wähle den jeweiligen Inhalt, den du sehen möchtest. Jetzt kannst du die VPN-Verbindung wieder deaktivieren und voilà: das Laden des Streams erfolgt flott über deine reguläre Internetverbindung. Übrigens: ZenMate gibt es auch als Android-App, eine iOS-Version soll bald folgen. Das ist besonders nützlich, wenn du beispielsweise via Chromecast auf deinen TV streamen willst, doch dazu mehr im nächsten Tipp.

Ebenfalls interessant ist der Anbieter UnoTelly, der sich voll und ganz dem Freischalten von verschiedensten Entertainment-Diensten verschrieben hat. UnoTelly arbeitet über kein Plugin, sondern hier muss das DNS manuell angepasst werden. Wie das Ganze auf den verschiedenen Plattformen funktioniert, wird auf dieser Übersichts-Seite genauer beschrieben. Ein Vorteil davon ist, dass sich beispielsweise ein WLAN-Router so konfigurieren lässt, dass er dem kompletten WLAN einen anderen Standort vorgaukelt und du so mit all deinen Geräten automatisch Netflix-US nutzen kannst. Einen Nachteil gibt es aber auch, denn UnoTelly ist nach einer 8-tägigen Testphase kostenpflichtig und schlägt in der Basis-Version mit 4,95 US-Dollar monatlich zu Buche.

2. Netflix am TV mit Googles Chromecast

Googles Chromecast ist wahrscheinlich die komfortabelste Möglichkeit, um Netflix am heimischen TV-Gerät zu nutzen. Zwar bieten jüngere Smart TVs meist entsprechende Apps und auch Videospielkonsolen verfügen über Netflix-Anwendungen, mit dem Chromecast geht es aber noch um einiges leichter. Mittlerweile ist der HDMI-Stick offiziell auch in Österreich zu haben und mit einem Preis von 35 Euro ein echtes Schnäppchen.

Der Vorteil des Chromecast ist dessen Flexibilität: Inhalte lassen sich wahlweise von der Netflix-App für Android oder iOS, aber auch vom Webbrowser via Chrome-Plugin auf den Stick pushen. Gestreamt wird übrigens nur über den Stick. Das Gerät, von dem gestreamt wird, sendet quasi nur den Link zum jeweiligen Inhalt. So kannst du beispielsweise vom Smartphone aus die Netflix-Datenbank durchforsten und dieses als Fernbedienung nutzen, ohne aber während des Streamens einen erhöhten Akkuverbrauch fürchten zu müssen. Praktisch: Alle Optionen – also egal ob du vom Desktop, Notebook, Smartphone oder Tablet zum Chromecast streamst – lassen sich mit der im vorherigen Tipp beschriebenen VPN-Verbindung kombinieren.

3. Ein Netflix-Abo teilen

Beim Abschließen eines Netflix-Abos musst du aus einem von drei Abo-Modellen zu einem Preis zwischen 7,99 und 11,99 Euro wählen. Doch die Wahl des Abos entscheidet nicht nur, ob Streams in SD, HD oder Ultra-HD betrachtet werden können, sondern auch, auf wie vielen Geräten gleichzeitig Streams laufen können. Gleichzeitig bedeutet in diesem Fall zeitgleiches Abspielen. In einer WG können mit einem HD-Abo also zeitgleich 2 Netflix-Streams auf unterschiedlichen Geräten mit ein und demselben Konto laufen. Doch nicht nur das, denn das Abo ist grundsätzlich auch mit Personen teilbar, die nicht im gleichen Haushalt und nicht mal im gleichen Land wohnen.

Netflix selbst sieht das Teilen eines Kontos mit der Familie oder mit Freunden übrigens sehr locker, so wird auf der entsprechenden Hilfe-Seite diese Möglichkeit sogar näher erläutert. Du brauchst deshalb auch keine Konto-Sperren oder ähnliches befürchten.

4. Netflix personalisieren: Nutzerprofile, Bewertungen und Vorlieben

Netflix ist nicht bloß eine Datenbank mit Video-Streams. Im Hintergrund arbeiten komplexe Algorithmen, die Nutzerinnen und Nutzern personalisierte Empfehlungen servieren sollen. Wenn mehrere Personen unabhängig voneinander einen Netflix-Account teilen (wie es etwa im vorherigen Tipp beschrieben wurde), sind Nutzerprofile sehr praktisch. Den entsprechenden Menüpunkt findst du auf der Haupseite rechts oben unter “Profile verwalten”.

Ein weiteres Werkzeug zur Personalisierung sind Bewertungen. Die Möglichkeit, sämtliche Inhalte mit einem bis fünf Sterne zu bewerten oder auch “Nicht interessiert” anzuklicken, dient vor allem dazu, dass Netflix mit der Zeit lernt was dir gefällt und was nicht. Auf der Haupseite siehst du ganz oben den Menüpunkt “Personalisieren”, dessen drei Schritte du ebenfalls kurz durcharbeiten solltest.

5. Neue Inhalte im Blick behalten

Sowohl die US- als auch die Deutschland-Variante von Netflix werden laufend mit neuen Inhalten erweitert. Hier allerdings die Übersicht zu behalten, ist alles andere als einfach. Deshalb haben es sich einige Webseiten von Drittanbietern zur Aufgabe gemacht, sämtliche Neuerungen schön übersichtlich aufzulisten. Eine empfehlenswerte Anlaufstelle ist beispielsweise ger.whatsnewonnetflix.com. Praktisch ist hier, dass du im oberen Bereich die Region umstellen und die entsprechenden Updates einsehen kannst.

6. Bessere Suchfunktion benutzen

Die in Netflix integrierte Suchfunktion erlaubt zwar die Eingabe von Schlagworten, Genres oder auch Personen, so richtig ausgefeilt ist sie aber nicht. Abhilfe schafft die Webseite www.netflixdeutschland.net. Die Seite erlaubt das Filtern nach Filmen oder Serien, der Zeitraum des Erscheinens lässt sich eingrenzen, es lässt sich nach Genres trennen und nach Netflix-Bewertungen reihen.

7. Darstellungsart von Untertiteln anpassen

Sämtliche ursprünglich englischsprachigen Inhalte der hiesigen Netflix-Variante stehen auch im Originalton zur Verfügung. Zusätzlich gibt es mehrsprachige Untertitel. Letztere lassen sich in Sachen Optik nach dem eigenen Geschmack anpassen. Die entsprechenden Einstellungen findest du, wenn du in der Browser-Oberfläche den Mauszeiger nach rechts oben bewegst, im daraufhin erscheinenden Menü auf “Ihr Konto” klickst und im nächsten Fenster “Untertitel-Anzeige” auswählst.

8. IMDB-Ratings via Browser-Plugins

Das in Netflix integrierte Bewertungssystem ist zur Einschätzung, wie gut eine Serie oder ein Film tatsächlich ist, nur bedingt brauchbar. An Zahlen festgemachte Bewertungen sind aber nicht der Weisheit letzter Schluss und es kommt natürlich auf den eigenen Geschmack an. Als populäre Indikatoren für Qualität gilt aber die Online-Filmdatenbank IMDB, bei der sich User rege an der kritischen und ausführlichen Bewertung filmischer Werke beteiligen, sowie Rotten Tomatoes, wo Kritiker- und User-Reviews zu jeweils einer Wertung aggregiert werden.

Damit du von diesem gesammelten Wissen direkt innerhalb von Netflix profitierst, kannst du entsprechende Browser-Plugins nutzen. Eines der Besten seiner Art ist Netflix Rate für Googles Chrome Browser. Praktisch ist, dass sich die IMDB- und Rotten Tomatoes-Wertungen direkt in die Standard-Netflix-Oberfläche einflechtet, außerdem steht nach Aktivieren des Plugins ein eigener Button zum Anzeigen von Trailern zur Verfügung.

9. Streaming-Verfügbarkeit abseits von Netflix überprüfen

Der deutschsprachige Ableger von Netflix krankt noch etwas in Sachen Inhalten. Vor allem was Filmklassiker betrifft, hat selbst die US-Version noch Aufholbedarf. Auf der Webseite www.werstreamt.es kannst du dir einen schnellen Überblick darüber verschaffen, welcher Anbieter was streamt. Darunter iTunes, Maxdome, Amazon, Videoload, Google Play Video, Watchever, Netzkino, Sky Snap und natürlich Netflix. Doch Vorsicht: Die Seite ist auf Deutschland zugeschnitten, einige der Anbieter sind in Österreich nicht verfügbar (Videoload und Watchever).

7 commentaires sur “Netflix: 9 Tipps, mit denen du mehr aus deinem Abo herausholst

  1. Schöne Zusammenstellung! Das meiste davon hab ich schon hinter mir, aber ein paar neue Dinge waren auch dabei, vor allem in Bezug auf Rating-Plugins. Wusste bisher nicht, dass es sowas gibt. Bei dem Plugin-Link zu Nflx-Rate steht allerdings „Old“ im Titel… eventuell gibts da was Neues?

    Bei purevpn.com gibts übrigens VPN UND SmartDNS für $ 49,95 im Jahr (also 4,17/Mo) – für 4,95 nur SmartDNS zu kaufen, erscheint mir daher überteuert. Mein erstes pureVPN Testergebnis: bisschen kompliziert, durchaus noch ausreiffähig, aber prinzipiell funktionierts, und es gibt einen 24/7-Chat-Support backfrisch aus Hongkong.

    Beste Grüße aus dem XING-Netzwerk! :)

    • Danke. Das mit den Plugins checke ich nochmal und schaue, ob ich da etwas Aktuelles ausfindig machen kann. Den VPN-Dienst seh ich mir auch mal an. Ich denke, ich werde demnächst mal ein kleines Update raushauen. Danke jedenfalls für deinen Kommentar und liebe Grüße.

      • Gern geschehn :) Übrigens, mit Chromecast hab ich mehr Zores als Freude: Die neue Firmware (oder was auch immer…) dürfte dafür sorgen, dass der Stick seine Verbindung zum WLAN nicht halten kann. In meinem Fall sieht das so aus: Ich kann ihn vom Notebook aus zwar jederzeit „aufwecken“, indem ich ihm einfach einen Stream schicke; vom iPhone oder iPad aus funktioniert das aber schlicht und ergreifend nicht (Chromecast-Buttons erscheinen in den betreffenden Apps erst gar nicht). Im Moment ist das Gerät also für mich (und für viele andere, diversen Web-Diskussionen zufolge) ein 35€-Abschreibposten ohne brauchbare Funktion.

      • Btw, Disqus ist ja auch nicht gerade wahnsinnig intuitiv. Wenn du da durchblickst (und das nehme ich an) – ein erhellender Artikel wäre mir da ungemein willkommen! :) :)

  2. Cooles Angebot von 2 jahre mit einem SmartDNS für 1,96 Euros/monat während 2 jahre bei PureVPN

    Man nutzt SmartDNS für streamen und es ist kostenlos mit deisem Deal.

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    Fantastische Deal. :)

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